Deine Startseite – dein digitaler Empfangsraum

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Inhaltsverzeichnis

Deine Website – und ganz besonders deine Startseite – ist nicht dazu da, laut zu sein oder zu überzeugen. Sie ist viel eher wie der Empfangsraum deiner Praxis: ein Ort der ersten Begegnung. Menschen kommen hier an – oft mit einem inneren Anliegen, vielleicht mit Unsicherheit, Hoffnung, Sehnsucht oder innerem Druck. Noch bevor sie deine Stimme hören oder dir die Hand reichen, spüren sie, ob sie sich gesehen fühlen. Ob sie hier richtig sind.

Nicht Reichweite, sondern Resonanz

Vergiss für einen Moment Zahlen, Sichtbarkeit und Performance (Google erkennt auch den Kontext). Die Startseite ist kein Ort für Werbung – du verkaufst keine Handys, sondern für Begegnung. Sie ist wie ein leiser Filter, der nicht abgrenzt, sondern Orientierung gibt – der leise spüren lässt: „Hier darf ich so sein, wie ich bin. Hier werde ich verstanden.“

Und das ist im Grunde das Entscheidende: Dass sich ein Mensch beim ersten Lesen bereits gemeint fühlt – nicht als Zielgruppe, sondern als Mensch. Dass er spürt: Hier ist jemand, der zuhört, bevor er spricht.

Die Überschrift – wie eine ausgestreckte Hand

Viele Websites starten mit einem sachlichen Titel wie: „Praxis für Psychotherapie & Coaching“. Das ist korrekt – aber es ist keine Einladung. Es sagt nichts darüber, wer du bist und wie du fühlst. Es baut keine Brücke.

Wenn du magst, schau tiefer. Was bewegt die Menschen, die zu dir finden? Wonach suchen sie wirklich?

Statt: „Praxis für Traumatherapie“
Vielleicht: „Finde deinen Weg zurück in Sicherheit und Lebensfreude.“

Statt: „Paartherapie in Musterstadt“
Vielleicht: „Gemeinsam wieder Nähe spüren – einander neu begegnen.“

Diese Worte gehen nicht über den Kopf – sie berühren das Herz. Und genau dort beginnt Vertrauen.

Der erste Absatz – „Ich sehe dich.“

Gleich nach der Überschrift liegt der vielleicht wichtigste Moment der Seite. Hier entscheidet sich, ob jemand bleibt – oder weiterzieht.

Beginne nicht damit, von dir zu erzählen. Sprich zuerst den Menschen an, der da vor deinem digitalen Empfang steht. Beschreib in feinen Worten, was vielleicht gerade in ihm lebt – ohne es besser zu wissen, aber mit echtem Mitgefühl.

Zum Beispiel:
„Fühlst du dich oft erschöpft von all den Erwartungen, die auf dir lasten? Drehen sich deine Gedanken im Kreis, während du dich nach Ruhe sehnst – nach einem Moment, in dem du einfach du sein darfst? Vielleicht kennst du dieses leise Gefühl, dass dich niemand wirklich versteht. Dann möchte ich dir sagen: Du bist nicht allein.“

Solche Worte öffnen Räume. Sie zeigen: Hier darf ich mich zeigen.

Dein Foto – ein Blick, der verbindet

Ein Foto ist mehr als eine Formalität. Es ist der erste nonverbale Kontakt. Und genau wie du in deiner Praxis den Menschen begegnest, so darfst du dich hier zeigen: zugewandt, echt, freundlich – nicht perfekt, sondern menschlich.

Du brauchst keinen Anzug, wenn du sonst barfuß arbeitest. Du brauchst kein steifes Lächeln, wenn du eigentlich viel lieber ruhig in die Kamera blickst. Zeig dich so, wie du bist. Dein Foto ist wie ein stilles „Willkommen“.

Wem dienst du? – Klarheit ist eine Form der Achtsamkeit

Es ist kein Ausschluss, sondern ein Zeichen von Respekt, wenn du klar sagst, für wen du da bist. Es hilft den Menschen, sich leichter zu orientieren – und es hilft auch dir, wirklich in deiner Kraft zu arbeiten.

Zum Beispiel:
„Ich begleite vor allem hochsensible Menschen dabei, ihre feine Wahrnehmung nicht länger als Last, sondern als Stärke zu leben.“
Oder:
„Ich unterstütze Paare in Übergangsphasen – wenn sich das Leben wandelt, nach der Geburt eines Kindes oder wenn die Kinder das Haus verlassen.“

Diese Klarheit wirkt nicht trennend, sondern verbindend.

Der nächste Schritt – eine Einladung, kein Aufruf

Am Ende der Seite – oder auch mitten darin – darf es eine leise Einladung geben. Nicht als Druck, sondern als Möglichkeit.

Statt: „Jetzt buchen!“
Vielleicht:
„Lass uns in einem kostenfreien Gespräch herausfinden, ob ein gemeinsamer Weg für dich stimmig sein könnte.“
Oder:
„Wenn du spürst, dass dich etwas berührt hat, schreib mir gern. Ich antworte dir in der Regel innerhalb von zwei Tagen.“

Wenn du magst, kannst du auch etwas Kleines schenken: eine geführte Audio-Reise, ein Impuls-PDF – etwas, das hilfreich ist, ohne etwas zu verlangen. Vertrauen darf wachsen.

Fazit – Die Startseite als Ausdruck deiner Haltung

Wenn deine Startseite fertig ist, sollte sie sich nicht nach Werbung anfühlen – sondern nach dir. Sie darf die gleiche Atmosphäre tragen wie dein Praxisraum. Die gleiche Wärme. Die gleiche Ruhe. Die gleiche Wahrheit.

Sie ist dann stimmig, wenn sie mit dem spricht, was in deinem Herzen ist. Und sie ist kraftvoll, wenn sie Menschen nicht lockt, sondern einlädt. Wenn sie nicht wirbt, sondern verbindet.

Beispiel…

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