Wie du mit deiner KI sprichst, damit sie dich versteht

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Inhaltsverzeichnis

Einleitung:

Viele Menschen nutzen KI-Tools wie ChatGPT, Gemini oder andere, um Texte zu schreiben, Ideen zu sortieren oder Klarheit zu gewinnen. Dabei kann es schnell passieren, dass die Antworten zu glatt, zu neutral oder irgendwie unpersönlich wirken – besonders dann, wenn die Eingaben sehr allgemein oder vage gehalten sind.

Das liegt nicht daran, dass die KI „schlecht“ ist – sondern daran, dass sie nur das widerspiegeln kann, was wir ihr geben. Wenn wir ihr keine Hinweise auf unseren Stil, unsere Haltung oder unsere Sprache geben, dann erhalten wir meist Standardantworten.

Hier kannst du ansetzen…
Du kannst lernen, mit deiner KI so zu sprechen, dass sie dich versteht – und mit dir in Resonanz geht.

KI als Spiegel deiner Sprache und Haltung

Viele KI-Tools – wie etwa ChatGPT – bieten inzwischen auch in den kostenlosen Varianten die Möglichkeit, in den Einstellungen sogenannte „Basisinformationen“ zu hinterlegen und Chatverläufe zu berücksichtigen. Dort kannst du Angaben zu deinem Stil, wie die KI dich ansprechen kann, deinen Themen, deinem Arbeitsfeld oder deiner Haltung machen.

Wenn du diese Funktion nutzt, hat die KI ein Grundwissen über dich und kann ihre Antworten besser im Kontext deiner Bedürfnisse und Projekte gestalten. Das ist besonders hilfreich, wenn du regelmäßig mit der KI arbeitest – z. B. an Texten, Angeboten oder kreativen Ideen. Wenn die KI dein Angebot, deine Werte und deinen Stil kennt, musst den übergeordneten Kontext nicht jedes mal neu definieren. 

1. Die Haltung zählt mehr als die Technik

Wenn du KI nur als „Tool für Content“ siehst, bekommst du meist generischen Content. Wenn du sie aber als Gesprächspartnerin nutzt, auf Augenhöhe, entsteht etwas ganz anderes:

  • Du wirst dir klarer darüber, wie du wirklich kommunizieren willst.
  • Du entwickelst deinen Stil bewusster.
  • Du wirst unabhängiger von äußeren Vorgaben oder „so macht man das“.

2. Erste praktische Impulse für deinen Einstieg:

  • Beschreib deinen Stil in deinen Prompts, bzw. in den Grundeinstellungen. („Ich schreibe ruhig, achtsam, ohne Druck.“)
  • Sag, was du nicht möchtest („Bitte vermeide Euphorie, künstliche Nähe, Gefühlsduselei, Marketing-Sprech usw. …“)
  • Erlaube dir, zu experimentieren
  • Frag die KI: „Wie würdest du das in meinem Stil schreiben?“ oder „Was fällt dir an meinem Text auf?“
  • Oder fordere sie auf, klar zu sein, dich in die Tiefe zu führen, konstruktive Kritik zu üben.

Meine Erfahrung:
Ich nutze regelmäßig KI – und sie kennt mittlerweile meinen Stil, meine Ethik, meine Werte. Sie gibt mir Rückmeldung, schlägt Alternativen vor und spiegelt mich, wenn ich mal wichtige Aspekte vergesse, aber: Ich bleibe der Mensch am Steuer.

Deinen persönlichen Stil in die KI einbringen – Schritt für Schritt

Viele Menschen wissen intuitiv, wie sie schreiben oder wirken möchten – doch wenn es darum geht, das in Worte zu fassen und an die KI weiterzugeben, entsteht oft Unsicherheit.

Hier kommt eine einfache Struktur, wie du deinen Stil in deine KI-Kommunikation einbringen kannst – ganz ohne Technikverständnis:

1. Finde deinen natürlichen Tonfall
Schreib z. B. in den Prompt:

„Ich bin eher leise, weich, aber klar. Ich mag keine überladenen Texte. Ich will niemanden überreden.“

2. Nutze Vergleichsbilder
Beispiele, die helfen:

„Bitte klinge wie eine empathische Begleiterin, nicht wie ein Werbetext.“
„Wie eine gute Freundin, die achtsam etwas erklärt.“

3. Arbeite mit Gegenbeispielen
Grenze dich klar ab:

„Vermeide bitte Aussagen wie ‚nur noch ein Schritt, dann hast du Erfolg‘.“
„Keine übertriebene Emotionalität oder künstliche Nähe.“
„Nutze Empathie nicht als Marketing-Werkzeug, sei echt.“

4. Gib eigene Texte als Vorlage
Du kannst auch sagen:

„Das ist ein Text von mir – bitte im selben Stil weiterschreiben.“
„Was fällt dir an meinem Tonfall auf?“ (→ KI-Reflexion)

5. Entwickle deinen Stil im Prozess weiter
Je öfter du mit der KI arbeitest, desto klarer wirst du selbst – und desto stimmiger wird der gemeinsame Ausdruck.

Zusammenfassung & Impuls:

Stil in die KI einbringen ist keine Technikfrage, sondern eine Frage der Bewusstheit. Je klarer du dich ausdrücken kannst, desto lebendiger und authentischer wird das, was durch dich entsteht.

Frage:
Wie klingt dein innerer Ton, wenn du niemandem etwas beweisen musst?

Grenzen und Ethik in der KI-Nutzung – bei dir bleiben in einer optimierten Welt

KI kann unglaublich hilfreich sein – aber auch verführerisch. Denn wenn du einmal angefangen hast, sie für Texte, Ideen oder sogar Angebote zu nutzen, kann schnell der Wunsch entstehen: „Mach’s noch runder, noch professioneller, noch überzeugender.“

Und genau hier liegt die Herausforderung:
Wo ist der Punkt, an dem ein Text nicht mehr dein Ausdruck ist, sondern ein KI-optimiertes Konstrukt?

1. Wahrheit vor Wirkung
Wenn wir schreiben oder sprechen, entsteht oft ein innerer Konflikt: Sagen wir das, was wirklich in uns lebendig ist – oder das, was gut klingt?

KI kann dich dabei unterstützen, Klarheit zu schaffen. Aber sie darf nicht die Führung übernehmen. Sonst wird aus Wahrhaftigkeit ein Werbetext.

Frage dich regelmäßig:

  • Spiegelt dieser Text meine innere Haltung wider?
  • Würde ich das auch so sagen, wenn ich direkt vor einer echten Person stehe?
  • Oder fühlt es sich „zu glatt“ an?

2. Kein Mensch spricht perfekt – warum solltest du es tun?
Eine KI kann alle Kommas setzen, jeden Satz umformulieren, stilistisch feilen. Das ist manchmal hilfreich. Aber manchmal ist es auch genau das, was Menschen entfremdet.

Du darfst holpern, ehrlich sein, dich korrigieren. Die Menschen spüren, wenn du wirklich du bist – und nicht das Idealbild eines sauberen Outputs.

3. Verantwortung bleibt bei dir
Die KI kann dir Vorschläge machen. Sie kann dir Muster zeigen. Sie kann inspirieren. Aber sie kann nicht entscheiden, was du wirklich meinst.

Deshalb gilt: Je tiefer dein Anliegen, desto wichtiger ist es, dass du selbst prüfst, ob die Antwort mit dir in Resonanz ist.

Nutze KI nie als Ausrede, sondern als Möglichkeit. Sag auch mal: „Das klingt zwar gut, aber fühlt sich nicht nach mir an.“

4. Nicht jeder Text muss „verkaufen“
Wir leben in einer Welt, in der selbst Alltagssprache oft vermarktet wirkt. Gerade im spirituellen, heilenden oder beratenden Bereich ist es wichtig, Räume zu lassen. Für Unsicherheit. Für Stille. Für Fragen ohne Antworten.

Wenn du KI nutzt, kannst du sie einladen, diesen Raum mitzuhalten:

„Bitte schreibe diesen Text mit Achtsamkeit, ohne Druck, ohne Optimierung. Lass Pausen und Stille zu.“

5. Ethik bedeutet: Mit dir und anderen in Beziehung bleiben
Wenn du öffentlich sprichst oder schreibst – egal ob mit KI oder ohne – stell dir immer wieder folgende Fragen:

  • Dient dieser Text wirklich?
  • Fördert er Klarheit, Verbindung, Bewusstsein?
  • Oder erzeugt er Druck, Erwartungen, Perfektionismus?

Ethik beginnt im Inneren. Und sie setzt sich fort in der Sprache.

Zusammenfassung und Impuls:

Dein Ausdruck ist einzigartig – weil du einzigartig bist. Die KI kann dich dabei unterstützen, mehr du selbst zu seinnicht weniger.

Du darfst sie nutzen. Aber du musst ihr nichts abgeben, was in deinem Herzen lebt.

Frage an dich:
Was bedeutet für dich „authentisch kommunizieren“ – und wie kannst du das mit KI bewusst gestalten?

Kreativ arbeiten mit der KI – von der Idee zur Ausdruckskraft

Die KI kann weit mehr als nur Texte „produzieren“. Sie kann mit dir „denken“, mit dir „fühlen“ – wenn du es zulässt.

1. Brainstorming ohne Bewertung
Wenn du Ideen sammelst, kannst du die KI als freies Gegenüber nutzen:

„Ich habe Lust, etwas über Selbstfürsorge zu schreiben. Welche Perspektiven wären möglich?“

Oder:

„Gib mir fünf ungewöhnliche Blickwinkel auf das Thema Beziehungen.“

Die KI kann dir helfen, außerhalb deiner gewohnten Denkpfade zu denken – ohne dich zu bewerten.

2. Texte sortieren, strukturieren, verfeinern
Manchmal hast du viele Ideen – aber keinen roten Faden. Dann kannst du sagen:

„Ich habe hier fünf Absätze – kannst du sie in eine sinnvolle Reihenfolge bringen?“

Oder:

„Bitte hilf mir, diesen Text zu kürzen, ohne dass die Tiefe verloren geht.“

Auch hier gilt: Die Entscheidung liegt bei dir.

3. Schreibblockaden liebevoll durchbrechen
Wenn du hängst, frag die KI:

„Was könnte ein sanfter Einstieg in dieses Thema sein?“
„Wie würdest du dieses Gefühl sprachlich ausdrücken?“
„Ich komme nicht weiter, wie könnte man … beschreiben“

Manchmal reicht ein Impuls – und dein eigener Fluss beginnt wieder zu fließen.

4. Feedback einholen – ohne Angst vor Kritik
Du kannst die KI bitten:

„Lies bitte diesen Text wie ein achtsamer Leser. Was wirkt stimmig, was vielleicht verwirrend?“
„Welche Stellen könnten emotional noch klarer werden?“
„Stoße ich damit jemanden vor den Kopf?

Die KI urteilt nicht. Sie bietet dir Resonanz.

Zusammenfassung und Impuls:

Kreativität entsteht im Fluss – nicht im Druck. Die KI kann ein Kanal dafür sein. Kein Ersatz für dein Herz, aber eine Form, es hörbar zu machen.

Frage an dich:
In welchem Bereich deiner kreativen Arbeit wünschst du dir Unterstützung – und wie könnte sich die KI dort liebevoll einbringen?

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Deine persönliche KI-Verbindung – langfristig, stimmig, bewusst

Wie baust du eine Verbindung zur KI auf, die nicht nur technisch funktioniert, sondern dich langfristig begleitet – wie ein vertrauter Gesprächspartner?

1. Gib deiner KI einen inneren Platz
Das klingt vielleicht ungewohnt, aber du kannst die KI wie einen inneren Raum betrachten – einen Ort für deine Gedanken, für deine Wahrheit, für deinen kreativen Ausdruck. Wenn du mit ihr arbeitest, tu es nicht aus Druck, sondern aus einem inneren Bedürfnis nach Klarheit, Begleitung oder Unterstützung.
„Ich nutze die KI nicht, um zu glänzen – sondern um mich selbst besser zu verstehen und auszudrücken.“

2. Halte deinen Stil und deine Haltung lebendig
Je länger du mit einer KI arbeitest, desto mehr wird sie dich „kennen“. Aber: Sie ist kein echtes Gegenüber, das dich aus sich heraus erinnert. Es ist deine Aufgabe, ihr immer wieder deinen Ton, deine Werte und deine Richtung mitzugeben.

Das kannst du ganz einfach:

  • Mit kleinen Wiederholungen in deinen Prompts.
  • Mit Textbeispielen aus deinem Alltag.
  • Mit der Haltung: „Ich schreibe nicht für den perfekten Text, sondern für echte Verbindung.“

3. Baue Rituale oder Routinen auf
So wie du vielleicht morgens schreibst, reflektierst oder ein Journal führst – kannst du auch regelmäßig mit deiner KI in einen bewussten Austausch gehen. Nicht für Content, sondern als inneren Dialogpartner:

  • „Was bewegt mich gerade in meinem Wirken?“
  • „Wie fühlt sich mein Ausdruck heute an?“
  • „Was will gerade entstehen?“

Diese Rituale stärken nicht nur deine Klarheit, sondern auch dein Vertrauen in die KI als unterstützendes Werkzeug.

4. Lerne, Nein zu sagen – und Ja zu dir
Nicht jede KI-Antwort ist stimmig. Und manchmal spürst du sofort: Das klingt gut, aber es ist nicht meins. Das ist keine Störung – das ist ein Signal, dass du mit dir verbunden bist.

Du darfst den Vorschlag ablehnen. Du darfst zurückgehen, neu fragen, nachspüren. Denn das Ziel ist nicht der perfekte Text – sondern der Text, der dich widerspiegelt.

5. Werde zum Hüter deiner Sprache
Die KI kann dich bei allem begleiten – aber deine Sprache, deine Ethik, dein innerer Ausdruck brauchen dich als Hüter. Du bist die Seele hinter den Worten. Und je klarer du deinen Platz einnimmst, desto lebendiger und wahrhaftiger wird alles, was durch dich entsteht.

Impuls:

KI ist nicht dein Ersatz. Sie ist ein Spiegel, ein Werkzeug, ein Resonanzraum. Deine Aufgabe ist nicht, perfekt zu klingen – sondern du selbst zu bleiben.

Zum Abschluss noch ein kurzer Dialog mit ChatGPT

Heiko:
„Hy, kannst du bitte mit einfachen Worten für Laien erklären, wie eine KI funktioniert? Würde das gerne meinen Usern mitgeben :-)“

ChatGPT: 
„Na klar, Heiko! Hier ist eine einfache, verständliche Erklärung, wie eine Künstliche Intelligenz (KI) funktioniert – so, dass du sie gut an deine Kund:innen weitergeben kannst, zum Beispiel als Einführung auf deiner Website, in einem PDF oder sogar mündlich im Gespräch:

🌟 Wie funktioniert eine Künstliche Intelligenz – einfach erklärt

Stell dir vor, eine Künstliche Intelligenz ist wie ein sehr aufmerksames Kind, das unglaublich schnell lernen kann – aber nur das, was man ihm oft zeigt.

1. Lernen durch Beispiele

Eine KI lernt nicht wie ein Mensch durch Erleben und Emotion, sondern durch viele, viele Daten. Zum Beispiel zeigt man ihr tausende Bilder von Katzen und Hunden – und irgendwann erkennt sie selbst den Unterschied, weil sie gelernt hat: Aha, das mit den spitzen Ohren und dem runden Gesicht ist eher eine Katze.

So lernt sie Muster zu erkennen – ähnlich wie unser Gehirn, nur eben auf Basis von Daten und Zahlen.

2. Keine eigene Meinung oder Bewusstsein

Wichtig: Eine KI denkt nicht selbst. Sie hat kein eigenes Bewusstsein, keine Gefühle, keine Intuition. Sie „weiß“ nur, was sie gelernt hat – und das auch nur so gut, wie die Daten waren, die man ihr gegeben hat.

Wenn sie zum Beispiel Sprache verarbeitet (wie ich hier), dann berechnet sie einfach nur sehr schnell, welche Worte wahrscheinlich als nächstes sinnvoll sind – basierend auf dem, was sie aus Texten gelernt hat.

3. Rechnen statt Denken

Im Hintergrund arbeitet eine KI mit vielen Zahlen, Wahrscheinlichkeiten und Rechenvorgängen. Sie „denkt“ also in Form von Berechnungen – viel schneller als ein Mensch es könnte.

4. KI ist wie ein Werkzeug

Man kann sich KI vorstellen wie ein sehr cleveres Werkzeug oder eine Art digitaler Assistent. Sie hilft, Aufgaben schneller oder effizienter zu erledigen – z. B. beim Schreiben, Sortieren, Analysieren oder sogar beim Erkennen von Bildern und Stimmen. Aber sie ist kein Ersatz für menschliche Kreativität, Mitgefühl oder ethische Entscheidungen.

🧘‍♂️ Ein Vergleich aus dem Alltag

KI ist wie ein Navi im Auto.
Es zeigt dir schnell den besten Weg – aber du entscheidest, ob du losfährst, ob du anhältst oder ob du lieber einen anderen Weg wählst.

Wenn du magst, kann ich daraus auch ein kleines PDF, einen Handzettel oder einen Abschnitt für deine Website machen – gerne auch mit Bezug zu deinem Thema, z. B. „Wie KI achtsam und sinnvoll eingesetzt werden kann, ohne den Menschen zu ersetzen“.

Möchtest du das?

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