E-E-A-T: Wie du als Heilberufler authentische Sichtbarkeit aufbaust – auch in der KI-Welt
Durch die veränderte Google-Suche bekommt das Konzept E-E-A-T mehr Gewichtung. Dieses Konzept ist die Grundlage für die neuen AI Overviews (KI generierte Text-Antwort statt Website-Links). E-E-A-T steht für
- Experience – Erfahrung
- Expertise – Sachverstand
- Authoritativeness / Authority– Autorität
- Trustworthiness / Trust – Vertrauenswürdigkeit
Es wurde von Google entwickelt und 2014 eingeführt und dann über die Jahre immer weiter entwickelt. Es ist der Schlüssel, damit deine wertvollen Inhalte nicht nur gefunden, sondern auch als vertrauenswürdig und relevant wahrgenommen werden. Es geht darum, deine Stärken zu zeigen und authentische Kontaktpunkte aufzubauen.
E-E-A-T bekommt gerade bei „YMYL“ Webseiten noch mehr Bedeutung. YMYL bedeutet „Your Money or Your Life“ und bezieht sich auf Webseiten mit Themen Finanzen, Gesundheit, Lebensqualität usw. Google bewertet diese Webseiten strenger, da Fehler, Fehlinformationen und Missbrauch u.U. schwere Folgen für die Nutzer haben können.
1. Experience – Deine gelebte Erfahrung sichtbar machen
Was Google und deine Klienten suchen: Hat die Person, die hier spricht oder schreibt, eigene, echte Erfahrungen mit dem Thema gemacht? Das ist besonders wichtig in Heilberufen. Google legt immer mehr Wert auf die „First-Hand-Experience“ – also darauf, dass du aus eigener, gelebter Erfahrung sprichst. Deine Klienten wollen spüren, dass du verstehst, wo sie stehen, weil du selbst schon einen ähnlichen Weg gegangen bist oder tiefgreifende praktische Erfahrungen gesammelt hast.
Was du tun kannst: Zeig, was du erlebt hast. Deine persönliche Geschichte, deine Krisen, deine eigenen Heilungswege oder inneren Erkenntnisse – sie schaffen eine tiefe, menschliche Verbindung. Es geht nicht darum, perfekt zu sein, sondern echt.
Beschreibe nicht nur was du erlebt oder gelernt hast, sondern auch wie es sich angefühlt hat und welche konkreten Schritte oder Erkenntnisse dich oder andere vorangebracht haben. Das macht deine Erfahrungen greifbar und nachvollziehbar. Geschichten aus deiner eigenen Praxis – natürlich anonymisiert und mit Einverständnis – oder persönliche Anekdoten können deine praktische Erfahrung und dein Einfühlungsvermögen wunderbar untermauern.
2. Expertise – Dein Wissen darf sichtbar werden
Was Google und deine Klienten prüfen: Verfügst du über fundiertes Wissen in deinem Bereich? Wurde dieses Wissen durch Ausbildung, kontinuierliche Weiterbildung oder veröffentlichte Inhalte deutlich?
Was du tun kannst: Auch wenn dein Weg vielleicht nicht der „klassische“ war – dein Wissen zählt. Google erkennt Expertise durch gut strukturierte Inhalte, durch Tiefe und Klarheit in deinen Aussagen. Schreib Artikel, nimm Audiobeiträge auf, teile dein Wissen in Videos oder Workshops. Zeig: „Ich weiß, wovon ich spreche.“
Zeige, wie du dein Wissen vertiefst und aktuell hältst. Das kann durch die Nennung von relevanter Fachliteratur, inspirierenden Lehrern, Supervisionen oder fortlaufenden Weiterbildungen geschehen. Auch wenn es keine „offiziellen“ Abschlüsse sind, zeig, dass du dich kontinuierlich entwickelst. Besonders in Heilberufen ist es wichtig, komplexe Zusammenhänge verständlich und mit Beispielen zu erklären. Dein tiefes Verständnis für innere Prozesse kann hier besonders glänzen, indem du es sowohl fundiert als auch menschlich darstellst.
3. Authoritativeness – Klare Position statt Lautstärke
Was Google und deine Klienten beobachten: Wird deine Website oder dein Name in deinem Themenbereich erwähnt oder empfohlen? Gibt es Rückverlinkungen oder erkennbare Präsenz in relevanten Kontexten? Autorität in Heilberufen entsteht durch Vertrauen, nicht durch lautes Marketing.
Was du daraus machst: Autorität entsteht nicht durch Lautstärke – sondern durch Klarheit und Haltung. Zeig, wofür du stehst. Für welche Werte, für welche Haltung zum Menschen, für welche Art der Unterstützung. Ob du in einem kleinen Netzwerk wirkst, lokal arbeitest oder online – wenn du dich klar positionierst, wirst du als Bezugspunkt wahrgenommen. Von Google und vor allem von den Menschen, die dich suchen.
Such den Austausch mit anderen Experten oder Meinungsführern in deinem Bereich, zum Beispiel durch gemeinsame Podcast-Episoden, Blogbeiträge oder Interviews. Wenn andere auf dich verweisen oder du in relevanten Communities aktiv bist und dich als Referenzperson etablierst, wird das von Google und deinen Klienten gleichermaßen wahrgenommen. Denk auch an Gastbeiträge, Vorträge oder die Teilnahme an lokalen Veranstaltungen. Diese Vernetzung zeigt, dass du ein anerkannter und geschätzter Teil deines Themenfeldes bist.
4. Trustworthiness – Vertrauen aufbauen, das bleibt
Was Google und deine Klienten wichtig ist: Gibt es ein vollständiges Impressum, eine Datenschutzerklärung, sichere Technik (z.B. SSL)? Ist deine Website nachvollziehbar, transparent und menschlich? Vertrauen ist die absolute Basis für jede heilende Beziehung.
Was du tun kannst: Vertrauen entsteht durch kleine, ehrliche Zeichen: Eine erreichbare E-Mail-Adresse. Eine vollständiges Impressum und eine „Über mich“-Seite, die wirklich etwas über dich und deinen Weg sagt. Echte Texte statt austauschbarer Floskeln.
Je mehr du deine Klienten und Besucher menschlich berührst, desto stärker wirkt auch deine digitale Präsenz – auf Suchmaschinen und auf Menschen. Neben den rechtlichen und technischen Grundlagen (SSL-Verschlüsselung, schnelle Ladezeiten, gute Bedienbarkeit deiner Website) ist auch die Konsistenz deiner Botschaften wichtig. Steh zu dem, was du sagst. Zeige, dass du auf Kommentare und Fragen eingehst. Ein offener und ehrlicher Umgang mit Feedback signalisiert große Vertrauenswürdigkeit. Wenn du Testimonials oder Klientenstimmen erhältst, frage nach der Erlaubnis, sie zu verwenden – das schafft sozialen Beweis und stärkt das Vertrauen zusätzlich.
Dein E-E-A-T-Erfolg in den AI Overviews
Für die AI Overviews gilt zusätzlich: Deine Inhalte sollten klar, prägnant und gut strukturiert sein. Die KI muss deine Kernbotschaften schnell erfassen können. Nutze Überschriften, Listen und kurze Absätze, um die Lesbarkeit (und die „Scannability“ für die KI) zu optimieren. So machst du es Google leicht, deine wertvollen Informationen in den KI-Zusammenfassungen zu präsentieren.
Indem du diese E-E-A-T-Prinzipien lebst und sichtbar machst, stärkst du nicht nur deine Position im Netz, sondern baust auch ein tiefes, authentisches Vertrauen bei deiner Zielgruppe auf. Das ist die Essenz deines „Anti-Marketings“: Erfolg durch Echtheit, Verbundenheit und tiefen Wert.