Zielgruppe & Keywords: Wie du die Sprache deiner Klienten findest

zielgruppe keywords

Inhaltsverzeichnis

Im klassischen Marketing geht es oft um Verkaufspsychologie, Tricks und das Ausnutzen von Mustern.
Im ethischen (und nachhaltigen) Marketing dagegen geht es um etwas ganz anderes: Vertrauen, Resonanz und die Sprache deiner Menschen.

Zwei Schritte sind dabei besonders wichtig:

  1. Die Zielgruppen-Definition – wer sind meine Menschen wirklich?
  2. Die Keyword-Recherche – wie suchen sie im Internet nach Hilfe?

Beides zusammen ist die Grundlage für Inhalte, die nicht manipulieren, sondern berühren.

Teil 1: Zielgruppe definieren – Wer ist mein „idealer“ Klient?

Besonderheit bei Heilberufen: Vertrauen steht über allem

In Heilberufen ist die wichtigste Frage nicht: Wie kann ich verkaufen?
Sondern: 👉 Fühlt sich mein Klient sicher, respektiert und verstanden?

Alles – Texte, Design, Angebote – folgt daraus.

Demografische Kriterien

  • Alter
  • Geschlecht (falls relevant)
  • Berufsfeld
  • Familiensituation
  • Bildung

→ Beispiel: Frauen zwischen 35–55, oft aus sozialen Berufen, sensibel, belastet, suchen Unterstützung in Übergangsphasen (z. B. Wechseljahre, Burnout, Trauer).

Psychografische Kriterien

  • Werte, Haltungen, Lebensstile
  • Bedürfnisse und Wünsche
  • Sorgen, Ängste
  • Sprachebene (sachlich oder spirituell?)

→ Beispiel: Menschen, die alternative Heilmethoden nicht ablehnen, offen für Selbstreflexion, aber nicht in esoterischen Szenen verankert.

Probleme & Bedürfnisse

  • Was bringt sie auf die Website?
  • Welchen Schmerz wollen sie lösen?

→ Beispiel: „Ich fühle mich dauererschöpft, habe alles ausprobiert und will endlich jemanden, der mich wirklich versteht.“

Informationsverhalten

  • Googeln sie Symptome?
  • Lesen sie Erfahrungsberichte?
  • Meiden sie Social Media, suchen aber nachts nach stillen Webseiten?

Sprache & Tonalität

  • Möchten sie sachliche Aufklärung?
  • Oder eine warme, persönliche Ansprache?
  • Fachlich oder laienverständlich?

→ Beispiel:
„Das individuelle Erleben von Erschöpfung kann sehr unterschiedlich sein. Manche Menschen spüren Leere, andere eher Unruhe. Für beide ist wichtig: gesehen werden.“

Konkurrenz beobachten

Nicht um zu kopieren, sondern um Lücken zu finden:

  • Wo sind andere zu oberflächlich, zu aggressiv, zu esoterisch?
  • Welche Themen fehlen?

Personas erstellen

Hilft, Inhalte lebendig zu machen.
→ Beispiel-Persona „Sabine, 47, Sozialarbeiterin“ – erschöpft, googelt nachts, offen für Methoden, skeptisch bei Heilsversprechen, mag eine warme, sachliche Sprache.

Feedback einholen & flexibel bleiben

  • Frag reale Klienten: Was hat dich zu mir geführt?
  • Passe deine Zielgruppen-Analyse immer wieder an – Bedürfnisse ändern sich.

Teil 2: Keyword-Recherche – Die Sprache im Netz verstehen

Die Zielgruppe gibt dir ein Bild vom Menschen.
Die Keyword-Recherche zeigt dir, welche Worte sie im Internet nutzen.

Schritt 1: Starte bei dir selbst

Schreibe deine Themen, Methoden, Orte und Probleme auf.
👉 Denk dabei auch an Laien-Begriffe („körperliche Beschwerden ohne Befund“ statt „somatoforme Störungen“).

Schritt 2: Google als Ideen-Quelle

  • Autovervollständigung: Vorschläge beim Tippen → echte Suchanfragen.
  • Ähnliche Suchanfragen: ganz unten bei Google → weitere Inspiration.

Schritt 3: Tools nutzen

  • AnswerThePublic – zeigt Fragen wie „Burnout wie lange dauert Heilung?“
  • YouTube – gibt Suchvorschläge, die du für Titel nutzen kannst.
  • Ubersuggest – zeigt Suchvolumen und verwandte Begriffe.
  • Weitere kostenlose Tools: z.B. Keyword-Tools.org, Google Trends, SE Ranking.

Schritt 4: Lokale Suche

Heilberufler arbeiten oft regional.
Beispiele: „Heilpraktiker Bothel“, „Trauerbegleitung Rotenburg Wümme“.
👉 Auch Google Maps checken.

Schritt 5: Lausche echten Menschen

  • Facebook-Gruppen, Foren, Reddit
  • dort findest du echte Formulierungen, die Vertrauen schaffen.

Schritt 6: Eigene Website-Daten

  • Google Search Console → zeigt, unter welchen Suchbegriffen du bereits gefunden wirst.

Schritt 7: Nischen-Themen

„Burnout“ ist groß und umkämpft.
„Burnout bei Pflegekräften“ ist viel spezifischer → weniger Konkurrenz, mehr Relevanz.

Schritt 8: Keywords in deine Sprache übersetzen

Nutze die Begriffe, aber bleib bei deinem Stil.
👉 Statt „Burnout Heilung schnell“ → „Wie du deinen Weg aus der Erschöpfung findest“.

Fazit: Zielgruppe + Keywords = Resonanz

  • Zielgruppe definieren = Verstehen, wer deine Menschen sind.
  • Keyword-Recherche = Verstehen, wie sie ihre Fragen formulieren.

Beides zusammen führt zu Texten, die nicht nur Google gefallen, sondern vor allem: deine Klienten abholen, berühren und Vertrauen aufbauen.

👉 Anti-Marketing heißt: nicht Menschen manipulieren, sondern ihre Sprache verstehen und ihnen zeigen: Du bist hier richtig.

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